Nettetal. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Nettetal sieht die geplante CO₂-Pipeline im Rahmen des Projekts „Delta Rhine Corridor“ weiterhin äußerst kritisch. In einer ausführlichen Stellungnahme an die Bezirksregierung Düsseldorf vom 26. Oktober 2026 macht die Fraktion deutlich, dass sie das Vorhaben in seiner derzeit geplanten Form ablehnt.
Die geplante Transportleitung soll unter anderem durch das Nettetaler Stadtgebiet bis zur niederländischen Grenze verlaufen. Aus Sicht der CDU stehen den erheblichen Eingriffen in Natur, Landschaft und Eigentumsrechte keine erkennbaren unmittelbaren Vorteile für Nettetal gegenüber.
Besonders kritisch bewertet die Fraktion die möglichen Auswirkungen auf die zahlreichen Schutzgebiete und wertvollen Naturräume im Stadtgebiet. Dazu zählen insbesondere europäische Vogelschutzgebiete, FFH-Gebiete und Naturschutzgebiete. Auch beim Schutz des Grundwassers, bei möglichen Auswirkungen auf die Stadtentwicklung und bei der Berücksichtigung von Starkregenrisiken sieht die CDU erheblichen Klärungsbedarf.
Ein weiterer zentraler Kritikpunkt ist die aus Sicht der CDU unzureichende Prüfung alternativer Trassenverläufe. Insbesondere die ursprünglich vorgesehene Streckenführung entlang der Autobahn A40 sowie Möglichkeiten zur Bündelung mit bereits bestehenden Infrastrukturtrassen müssten nachvollziehbar untersucht werden.
Darüber hinaus kritisiert die CDU die kurzen Beteiligungsfristen und die aus ihrer Sicht unzureichende frühzeitige Einbindung der betroffenen Kommunen und Bürger.
Die CDU stellt die grundsätzliche Bedeutung leistungsfähiger Infrastruktur für den Klimaschutz nicht infrage. Allerdings müssen die Auswirkungen auf Mensch, Natur und die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt angemessen berücksichtigt werden.
Für die CDU-Fraktion steht deshalb fest: In der derzeit geplanten Form ist das Vorhaben nicht akzeptabel. Sie erwartet eine umfassende Prüfung der Auswirkungen sowie die Entwicklung von Trassenalternativen, die Eingriffe in sensible Naturräume und die Interessen der Stadt Nettetal möglichst vermeiden.
Die vollständige Stellungnahme der CDU-Fraktion vom 26. Oktober 2026 mit allen Kritikpunkten steht nachfolgend als PDF-Dokument zur Verfügung.

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